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Ein Interview, von Lena, zu den Ereignissen in der Wohnung.

Eine Partnerarbeit von bele und Paula

I=Interviewer

L=Lena

 

I:Hallo Lena, freut mich dich kennen zu lernen!

L:Freut mich auch.

I:Also, sie sind hier, um mir zu berichten, wie es, im Krieg, mit Bremer in deiner Wohnung.

L:Ich weiß

I:Gut, wieso haben sie überhaupt diesen, damas, wild fremden Mann aufgenommen, obwohl sie wussten, dass jeder, der davon Wind bekommen würde, sie an die Gestapo verraten würde?

L:Was sol ich sag'n? Ich war 4 Jahre allein, meine Kinder weg, mein Mann betrog mich und war in Kriegsgefangenschaft.

I:Sie wollten nicht mehr alleine sein, verstehe.

L:Ich denke schon, denn er hätte gut auch mein Sohn sein können. Er war 24 und sah aus wie 19, während ich 43war. Doch zudem sah er so nett, dünn, hungrig aus und tat mir schon leid. Wer mag schon jeden Tag Angst hab'n?

I:Denken sie, die Soldaten wussten, das sie zum sterben an die Front geschickt wurden?

L:Ich glaube Bremer wusste es, weswegen er auch blieb, als ich es ihm anbot. Er hatte damals die Wahl: zu desertieren und dann möglicherwise von seinen eigenen Männern erschossen zu werden, oder von einem englischen Panzer zerfetzt zu werden. Nun war die Frage, was die größere Chance war zu überleben.

I:Und diese waren für ihn wohl sie. Aber wie denken sie ging es ihm in der Zeite bei ihnen.?

L:Am Anfang noch recht gut. Doch es wurde schlimmer. ER war immer gelangweilter, weil er auch nicht raus durfte. Lammers war auch noch so ne Sache.

I:Lammers?

L:Der Luftschutzwart, mein Vermieter und Nationalsozialist.Er hat die Wohnung durchsucht, ahnte etwas. Dachte ich hätte meinen Sohn da. Unter einem Vorwand kam er in die Wohnung. Suchte unterm Tisch und unterm Bett. Hat zum Glück nix gefunden. Konnte ihn raus schmeißen. 

I:Aber ist Bremer deswegen gegangen?

L:Nein. Ich hab's ihm verschwiegen.

I:Was?

L:Das der Krieg vorbei is'! Er war jeden Tag noch schlechter drauf und verlor' sogar später noch seinen Geschmack.

I:Dann noch eine letze Frage: Was würden sie ih sagen, wenn er jetzt hier wäre?

L:Ich würde ihm sag'n, dass es mir leid tut und ich glaub, mehr gäb's auch nicht zu sagen.

21.12.15 12:10, kommentieren

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Tagebucheintrag von Hermann Bremer (zu den Seiten 61-65)

Mai 1945

Heute kam ein Mann in die Wohnung. Lena nannte ihn Lammers. Ihr Vermieter. Er hat die Wohnung durchsucht. Nach mir. Ich habe mich in der Kammer versteckt und durch das Schlüsselloch gesehen. Ich sah nicht viel von ihm, als ich auf einem Koffer in dieser kammer saß. Nur ein paar Schnürstiefel, in schwarz. Einer davon war orthopädisch. Darüber trug er Ledergamaschen. Außerdem noch einen Militärmantel. An seinem Gürtel trug er einen Luftschutzhelm und einen Behälter für Gasmasken. Seine Schritte kamen mir vor wie Kanonenschüsse, als er die Wohnung durchsuchte, unter dem Vorwand die Verdunklung und die Eimer mit Löschsand zu kontrollieren. Ansonsten habe ich nicht viel verstanden. Nur ein paar Wörter wie Normandie oder Flak. Er war mir unheimlich und ich fürchtete mich. Wenn er mich entdeckt hätte. Ich hoffe er kommt nicht wieder.   

1 Kommentar 14.12.15 12:15, kommentieren